Nach den Diskussionen um die deutschen Goldbestände im Ausland erwägt die Deutsche Bundesbank offenbar, einen Teil der bundesrepublikanischen Goldreserven zurück zu holen. Das berichtet das „Handelsblatt“.

Demnach sollen vor allem die Lagerbestände in Paris im Fokus der Frankfurter Banker stehen. Möglicherweise werden die deutschen Goldreserven in Frankreich komplett aufgelöst und zurück in die Heimat überführt. Doch auch der Lagerplatz New York soll laut Zeitungsbericht nicht mehr voll genutzt werden.

Mit den Plänen reagiert die Bundesbank offenbar auf die Kritik des Bundesrechnungshofes. Dieser hatte nach der Veröffentlichung einer Lagerungsliste (nach der nur ein knappes Drittel des deutschen Goldbesitzes im Inland gelagert würde) bemängelt, dass die Goldbestände in den Tresoren von New York, London und Paris noch nie auf Echtheit und ihre „körperliche Zusammensetzung“ überprüft worden seien.

Doch gänzlich soll die Streuung des deutschen Goldes nicht aufgegeben werden. Denn nur so, so Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele, könne man es im Krisenfall an den internationalen Goldhandelsplätzen auch kurzfristig einsetzen.

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