Das Recycling von Edelmetallen aus den Abfällen in Industriestädten entwickelt sich zum Exportschlager deutscher Unternehmen, berichtet die „Frankfurter Rundschau“. Mit der Wiedergewinnung und Aufbereitung von Gold, Silber, Seltene Erden und Co. setze der Maschinenbauverband VDMA mittlerweile rund 200 Milliarden Euro im Jahr um, das seien bereits rund 25 Prozent der Umsätze aus der tonangebenden Wasser- und Abfallwirtschaft.

Die Ausnutzung der städtischen Rohstofflager hat bereits einen eigenen Namen: „Urban Mining“. Positiver Effekt neben dem Gewinn der wertvollen Materialien: die Recycling-Wirtschaft unterstützt mit modernen Umwelttechnologien die Städte dabei, nicht zu Megaslums zu verkommen und gleichzeitig Ressourcen zu sparen. Schon heute verbrauchen die Städte rund zwei Drittel des gesamten weltweiten Verbrauchs an Energie oder Wasser.

Um ihre weltweite Spitzenposition mit einem Marktanteil von rund 25 Prozent zu sichern und auszubauen, haben sich deutsche Umwelttechnologie-Unternehmen zur Initiative „Blue Competence“ zusammengeschlossen. Das Label soll das Know-how made in Germany auf den internationalen Märkten unterstreichen. Nur ausgerechnet im eigenen Land machen die Firmen geringe Umsätze: Die Kommunen sind in der Regel finanziell zu klamm, um in die ressourcensparenden Techniken zu investieren.

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